Steffisburg, Grosses Höchhus

Steffisburg, Grosses Höchhus

Das Grosse Höchhus bildet zusammen mit dem Kleinen Höchhus eine eindrückliche herrschaftliche Baugruppe, deren Ursprung auf eine hochmittelalterliche Adelsburg zurückgeht. Mit dem Niedergang des alten Adels gelangte die baufällige Burg an die Stadtberner Aufsteigerfamilie Matter, die 1415 im Südostteil der Anlage ein zweigeschossiges Wohnhaus errichten liess: das Grosse Höchhus. Nachdem der Statthalter des Freigerichts Steffisburg Peter Surer die Güter pachtweise übernommen hatte, baute er um 1526 das Grosse Höchhus zu einem prächtigen spätgotischen Herrenhaus um. Das dreigeschossige Gebäude vereinte unter seinem hoch aufragenden Vollwalmdach Repräsentations- und Wohnräume, so einen überhohen Saal, aber auch einen mehrgeschossigen Ökonomieteil. Im späten 16. Jahrhundert gelangte das Grosse Höchhus in bürgerlichen Besitz und wurde zum Mehrparteienhaus umgestaltet. Es ist dieser bescheidenen Vergangenheit zu verdanken, dass der Bau vor schweren Eingriffen bewahrt wurde und weitgehend im Zustand des 16. Jahrhunderts erhalten geblieben ist. Das heutige Erscheinungsbild ist geprägt von der Restaurierung 2006–2008, die im Spannungsfeld von Erhaltung, Wiederherstellung und moderner Interpretation zu situieren ist.

Preis
CHF 13.00
GSK-Mitgliederpreis
CHF 10.00
Typ:
Buch
Abbildungen
30
Seitenzahl
32
Autoren
Armand Baeriswyl
Irene Bruneau
Artikelnummer
SKF-0976D
Inhaltssprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
ISBN
978-3-03797-230-4
Bandnummer
Serie 98, Nr. 976
Verlag
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte