Die Stifts- und Pfarrkirche St. Sebastian in Schänis

Die Stifts- und Pfarrkirche St. Sebastian in Schänis

Die Kaiserkrönung Karls des Grossen zu Weihnachten 800 in Rom steht am Anfang der Gründungsgeschichte des Klosters und späteren Stiftes Schänis. Der rätische Graf Hunfrid †823), damals kaiserlicher Statthalter in Istrien, wirkte zusammen mit dem Reichenauer Abt Waldo bei der Übermittlung von Christusreliquien aus dem Orient an den frisch gekrönten Kaiser mit. Als Dank erbat er sich von Kaiser Karl eine der Reliquien, ein mit Edelsteinen besetztes Kreuz, in das ein Partikel des Kreuzes Christi und/oder ein Tropfen des Blutes Christi eingearbeitet war. Das Gelübde, zu dessen Ehren ein Kloster zu errichten, löste Hunfrid vermutlich erst nach dem Tod Karls des Grossen 814 ein; der Tod Hunfrids 823 gibt den spätest möglichen Zeitpunkt an. Soweit gilt die Gründungslegende als gesichert, über die Art der Reliquie und deren Verbleib sind verschiedene Versionen überliefert. Einerseits war in Schänis ein altes Reliquienkreuz noch bis zum Brand von 1610 verehrt worden, andererseits wird eine seit 923/25 auf der Reichenau verehrte Heilig-Blut-Reliquie ebenfalls auf Hunfrid und Schänis zurückgeführt.

Prix
13,00 CHF
Prix membres SHAS
10,00 CHF
Type:
Buch
Nombre de pages
40
Auteurs
Moritz Flury-Rova
Numéro d'article
SKF-0792D
Langue
Deutsch
Année de parution
ISBN
978-3-85782-792-1
Maison d'édition
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte