Band 115. Thurgau VII. Der Bezirk Kreuzlingen I. Die Stadt Kreuzlingen

Band 115. Thurgau VII. Der Bezirk Kreuzlingen I. Die Stadt Kreuzlingen

Kreuzlingen ist eine lebhafte, stark wachsende Randstadt von Konstanz diesseits der Schweizergrenze. Ihren klingenden Namen verdankt die zweitgrösste Stadt des Kantons Thurgau dem 1125 gegründeten Chorherrenstift unmittelbar vor den Konstanzer Ringmauern. Dieses Kloster wurde mehrmals zerstört, zuletzt 1633 durch die Konstanzer selbst. Danach verlegte man es an seinen heutigen Ort rund einen Kilometer vor den Konstanzer Wehrschanzen. Die völlig neue barocke Anlage diente nach der Klosteraufhebung als Pfarrkirche und thurgauisches Lehrerseminar. 1963 fiel es einem verheerenden Brand zum Opfer, konnte jedoch in seiner barocken Gestalt und Pracht wiederhergestellt werden. Das einstige Kloster ist nur einer der Kreuzlinger Siedlungskerne. Ab etwa 1870 ergriff das urbane Geflecht auch die drei Dörfer Emmishofen, Egelshofen und Kurzrickenbach, das Wallfahrtskirchlein Bernrain sowie eine stattliche Anzahl von Schlössern und Landsitzen. Als Grenzort war Kreuzlingens Schicksal immer eng mit demjenigen von Konstanz verbunden. Sein Siedlungsbild spiegelt denn auch die entsprechenden Höhen und Tiefen. Die Jahrzehnte vor dem Ersten Weltkrieg zeigten einen enormen Aufschwung an Industrie und Dienstleistungen. Dann folgten ein Absturz, in der Zwischenkriegszeit ein kurzes Aufstreben und seit den 1950er-Jahren ein nie dagewesener Boom im gesamten Bausektor. Diesen verlustreichen Prozess haben nicht nur etliche grosse Denkmäler überstanden, sondern auch viele Stadthäuser, Villen und öffentliche Bauten. Der neue Kunstdenkmäler-Band befragt im Einleitungskapitel die sehr heterogene, von Spannungen, Schichtungen und Wirrnissen geprägte Siedlung nach Ursprung und Entwicklung. Ein Schwerpunkt bildet sodann die Geschichte des Stiftes Kreuzlingen samt der Darstellung vorhandener, verlorener und zerstörter Bestände an Architektur und bildender Kunst. Zwei weitere Kapitel behandeln die bestehenden und abgegangenen Sakralbauten und Landsitze. Breiten Raum nimmt schliesslich ein Gebäudekatalog ein, der die zahlreichen Strassen, Plätze und Gebäude von städtebaulichem oder kunsthistorischem Wert beschreibt.

Preis
CHF 110.00
GSK-Mitgliederpreis
CHF 88.00
Typ:
Buch
Abbildungen
516
Seitenzahl
500
Autoren
Alfons Raimann
Peter Erni
Artikelnummer
KDS-0115D
Inhaltssprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
ISBN
978-3-906131-90-0
Bandnummer
115
Verlag
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte